Einmalzahlung fuer Altersvorsorge und Rente – was ist sinnvoll?

Geld für Einmalzahlung ist vorhanden – nur wie anlegen?

Noch nie war eine Generation 60 plus in Deutschland so vermögend wie heute. Von 2015 bis 2024 werden die Deutschen die gigantische Summe von 3,1 Billionen Euro vererben. Durchschnittlich werden immerhin 360.000 Euro vererbt. Ein großer Teil davon ist Immobilienvermögen. Auch umfangreiches Geldvermögen wechselt – meist in Form von festverzinslichen und wenig riskanten Sparguthaben – den Besitzer.

Zudem erhalten deutsche Kunden jedes Jahr ingesamt mehr als 80 Mrd EUR aus ablaufenden Lebensversicherungen in Form einer einmaligen Auszahlung. Tendenz stark steigend.

Vor 12 Jahren fiel zudem die Steuerfreiheit für Lebensversicherungen. Deshalb wurden in 2004 nochmals besonders viele Einmalanlagen steuerfrei mit der sogenannten 5/12-Regelung (bzw. 5+7 Modell) abgeschlossen. Diese Lebensversicherungsverträge laufen nun aus und werden den Empfängern in 2016/2017 einen zusätzlichen Geldsegen bescheren.

Die Wünsche der Kunden hinsichtlich der Geldverwendung sind vielfältig. Fällige Gelder werden zum einen zur Tilgung noch ausstehender Kredite bzw. Darlehen genutzt. Ebenso steht die Erfüllung lang gehegter Träume wie besondere Reisen bzw. Urlaube bei den angehenden Ruheständlern hoch im Kurs. Und Kinder und Enkel sollen natürlich auch Zuwendungen erhalten.

Was übrig bleibt, soll meist zur Sicherung des Lebensunterhalts im Ruhestand bzw. zur Aufstockung der eigenen Altersversorgung genutzt werden.

 

Allein die Frage bleibt: Wie soll ich mein Geld konkret anlegen?

Kunden mit nennenswerten Bargeldbeständen sind hin- und hergerissen – zwischen Sicherheitsdenken und dem Wunsch nach einer nur halbwegs auskömmlichen Rendite. Allein, ohne ein gewisses Anlagerisiko gibt es in einer zinsfreien Welt auch keinen Ertrag. Diesen Fakt zu verinnerlichen und für die eigenen Investitionsentscheidungen umzusetzen, ist für die meisten angehenden Ruheständler eine hohe Hürde.

Oder: Um eine Anlehnung aus der Welt der Wissenschaft zu bemühen. Die Auflösung dieses Dilemmas (Kein Ertrag ohne Risiko) scheint für viele Menschen in etwa so schwierig, als würde man von Albert Einstein verlangen, die Relativitätstheorie mit der Quantenmechanik widerspruchsfrei in Einklang zu bringen. Beides erscheint nahezu unmöglich.

 

Doch gibt es für eine sichere und ertragreiche Altersvorsorge wirklich keine Lösungen?

Was auf den ersten Blick wie ein Luxusproblem anmutet, gleicht für Anleger 50/60 plus in der aktuellen Situation tatsächlich der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

Denn die Zeiten mit einem auskömmlichen Zins sind bereits seit 1 bis 2 Dekaden vorüber. Damalig konnte ohne größeres Risiko eine Rendite von 4 oder 5% auf das Ruhestandsvermögen erzielt werden. Damit ließ sich problemlos ein solides Zusatzeinkommen in der Rentenphase erwirtschaften. Auch Lebensversicherungen hatten um die Jahrtausendwende noch eine laufende Verzinsung mit  einer 6 oder 7 vor dem Komma.

Doch die Ära des risikolosen Zinses ist vorbei, lange vorbei …

 

Das Dilemma bei der Auswahl einer Einmalanlage: die heutige Welt ist zinslos … und unsicher!

Der Anlagenotstand äußert sich für Ruheständler in mehrfacher Hinsicht. Zum einen sind die Zinsen auf historischen Tiefstständen.

Geld ist so sehr im Überfluss vorhanden, dass der „Preis des Geldes“ gegen Null tendiert. Zinspapiere liefern deshalb nur Erträge, welche für Privatanleger nur schwer zu erTRAGEN sind.

Diesbezügliche Anfragen bei der Hausbank nach einer Einmalanlage mit (nur etwas) attraktiveren Konditionen werden von Bank-„Beratern“ maximal mit einem leicht gequählten Lächeln quittiert.

Und auch die Schuldenkrise macht Entscheidungen, WIE eine Einmalzahlung konkret für die Altersvorsorge investiert werden soll, alles andere als einfach.

Viele Menschen flüchten deshalb in Betongold. Sie kaufen zu teuer und unterschätzen die langfristigen Folgekosten eines Immobilienerwerbs.

Zudem wird häufig ein unverhältnismäßig hohes Klumpenrisiko, gemessen am eigenen Gesamtvermögen, eingegangen.

 

Je niedriger der Zins, desto mehr Zeit wird bei der privaten Kapital- und Vermögensbildung für die Altersvorsorge benötigt.

Einmalzahlung für die Altersvorsorge und niedrige Zinsen – eine unrentable Kombination für Anleger

 

Aktuelle Entwicklungen auf der Zinsseite zeigen, dass mit Niedrig- und Nullzinsen das Ende der Fahnenstange noch gar nicht erreicht ist. Das Kundenleid wird durch Negativzinsen weiter strapaziert. Einmalige Investitionen für die Altersvorsorge erscheinen unter diesen Rahmenbedingungen vielen Privatanlegern wenig lukrativ.

Anderseits macht den Anlegern die zunehmende Unsicherheit an den Märkten zu schaffen. Dass Banken oder Staaten bankrott gehen können, galt lange als undenkbar. Doch in der Vergangenheit noch vermeintlich sichere Investments wie Staatsanleihen verdienen das Bewertungsprivileg „risikolos“ schon lange nicht mehr.

Und was passieren kann, wenn hohe Geldbeträge in vermeintlich sichere Aktien von staatsnahen Unternehmen zur Aufstockung der eigenen Altersversorgung investiert werden, ist z.B. für viele tausend VW-Aktionäre heute die finanzielle Lehre Ihres Lebens.

 

Mangelndes Wissen über Einmalbeitrags-Lösungen

Ein weiteres Problem bei der Auswahl besteht darin, dass viele Menschen die verschiedenen Arten und Formen von Einmalanlagen gar nicht kennen.

Welche Alternativen für eine sinnvolle Einmalzahlung gibt es eigentlich?

Während die lebenslange Sofortrente oder ein Bankauszahlplan noch recht bekannt sind,  ist das Wissen über Fonds-Entnahmepläne und Garantierenten gegen Einmalbeitrag bei deutschen Anlegern nur gering ausgeprägt.

Dies gilt auch für die unterschiedlichen Varianten einer privaten Rentenversicherung gegen Einmalzahlung. So sind z.B. die später beginnende Rente mit Aufschubdauer oder auch die sofort beginnende Rente mit zeitlich abgekürzter Rentenzahlung meist gar nicht auf dem Radar bei der Entscheidungsfindung für die passende Einmalanlage.

 

Eingeschränkte Transparenz  und Komplexität der Produkte

Hinzu kommt, dass es teilweise sehr viele Varianten bei den verschiedenen Altersvorsorge- und Rentenlösungen gibt. Allein im Bereich der privaten Rentenversicherungen liegt die Zahl der Lebensversicherer, welche in Deutschland z.B. eine Sofortrente anbieten, im hohen zweistelligen Bereich.

Die Renten gegen Einmalbeitrag weisen zudem viele verschiedene Ausstattungs- und Leistungsmerkmale auf. Dies reicht von den unterschiedlichen Arten der Überschussbeteiligung über die Regeln hinsichtlich Entnahmen bis hin zu den verschiedenen Formen der Todesfall-Leistung und der Hinterbliebenvorsorge.

Diese Vielfalt bei den Produkteigenschaften geht jedoch meist mit einer eingeschränkten Transparenz einher. Angebote und Modellrechnungen sind häufig in einem komplexen „Versicherungsdeutsch“ abgefasst. Alles ist sehr bedingungslastig. Dies erschwert potentiellen Kunden die korrekte Bewertung und Einschätzung der passenden Rente zusätzlich.

 

Fehlerhafte & eindimensionale Entscheidungen bei der Einmalzahlung

Aufgrund dieser Komplexität haben Anleger immense Entscheidungsprobleme. Ein klares Anforderungsprofil bzw. Bewertungsschema, welches alle Aspekte der gewünschten Altersvorsorge berücksichtigt, ist meist nicht vorhanden.

Daher wird versucht, die Komplexität zu verringern und die Entscheidungsfindung zu vereinfachen. Die letztendliche Entscheidung wird deshalb in vielen Fällen reduziert auf einzelne und primär sichtbare Produkt-Eigenschaften.

Aus dem Blickwinkel vieler Anleger betrachtet ist das sogar verständlich. Andererseits  sind die langfristigen Folgen für die Altersvorsorge vieler Kunden verheerend, wenn eine Produktvariante  nur einseitig bewertet wird bzw. auf die falsche Einmalanlage gesetzt wird.

Dies wird im Folgenden anhand von drei Beispielen für unterschiedliche Arten von Einmalanlagen erläutert:

 

Sofortrente – ist die Höhe der heutigen Rente das einzig entscheidende Leistungsmerkmal?

Bei einer Sofortrente ist das hauptsächlich betrachtete Merkmal meist die aktuell ausgewiesene Gesamtrente oder die garantierte Rente, je nach Kundenpräferenz.

Die Anlagekompetenz, die Ausschüttungspolitik sowie die Finanzstärke und die Reserven eines Lebensversicherers, aber auch spezielle Tarifmerkmale, werden nur selten berücksichtigt.

 Werden dann noch (an sich nicht vergleichbare „Äpfel und Birnen“) Angebote mit unterschiedlichen ÜberschussSystemen bzw. Todesfall-Leistungen miteinander „verglichen“, sind Fehlentscheidungen mit teils drastischen Folgen vorprogrammiert.

Einmalige Investitions-Entscheidungen für die Altersversorgung haben in der Regel langfristige Konsequenzen für den Kunden, meist über mehrere Jahrzehnte.

Diese Entscheidungen aufgrund der Betrachtung und der Momentaufnahme eines einzelnen Produktmerkmals (z.b. der aktuellen Überschussbeteiligung) zu treffen, muss daher als fahrlässig bezeichnet werden.

 

Bank-Auszahlplan – wird an den Kapitalzugriff gedacht?

Werden von Anlegern einmalige Zahlungen in Bank-Auszahlpläne getätigt, werden wichtige Nebenbedingungen bei der Entscheidung ebenfalls nicht berücksicht. Auch hier werden Anlageentscheidungen anhand einzelner Produktkriterien getroffen. Man konzentriert man sich in der Regel auf den Anbieter, welcher z.B. in einem Online-Vergleich eine geringfügig höhere Verzinsung bietet.

Was passiert jedoch, wenn – ausgehend vom jetzigen Niedrigzinsniveau – die Marktzinsen nur etwas steigen und man keine flexiblen Entnahme bzw. Ausstiegsszenarien in seinem Bank-Vertrag hat? Bei 10 bzw. 15-Jahres-Zeiträumen kann dann aus dem ursprünglich so sicheren Bankauszahlungsplan eine teure Zinsfalle für den Anleger werden.

Noch problematischer wird es, wenn eine hohe Einmalzahlung in einen Bank-Auszahlplan fließt und sich die Lebensumstände des Kunden kurzfristig ändern, z.B. nach einem Schicksalsschlag (Unfall) oder durch eine schwere Krankheit. Ist dann kein flexibler Kapitalzugriff möglich, kann das für den Kunden sehr negative finanzielle Folgen haben. Stehen keine weiteren liquiden Mittel zur Verfügung, z.B. für einen behindertengerechten Hausumbau oder eine Pflegkraft, kann auf die veränderte Lebenssituation nicht flexibel reagiert werden.

 

Fonds-Entnahmeplan – was ist die vergangene Performance wert?

Bei Fonds-Entnahmeplänen sieht der Entscheidungsprozess nicht viel besser aus. Man orientiert sich an dem primär sichtbaren Merkmal, ohne zu hinterfragen, wie es zustande gekommen ist.

Die Einmalzahlung wird meist in den Fonds investiert, welcher im 1 oder 3-Jahres-Vergleich die beste Fondswertentwicklung hatte.

Das Problem dabei: Zum einen ist dieser Zeitraum für eine Bewertung viel zu kurz, da Sondereffekte und glückliche „Einzelwetten“ durch die Fondsmanager eben nicht beliebig reproduzierbar sind.

Zum Anderen führt die Ranking-Gläubigkeit und das Setzen auf die Top-Fonds von gestern zu regelmäßig suboptimalen Ergebnissen. Analysen zeigen, dass die Gewinner der letzten Jahre meist die größten Verlierer in der Zukunft sind.

Der vergangene Anlageerfolg ist (sehr!) viel mehr zufällig, als es uns aktive Fondsmanager glauben machen möchten.

Getreu dem Motto: Lief es gut, schreibt das Fondsmanagement sich selbst die Leistung zu. Lief es schlecht, war die allgemeine Marktentwicklung schuld.

Bei der Investition einer Einmalzahlung und der Fonds-Auswahl für passende Entnahmepläne gilt, dass wichtige Risikokennzahlen von Anlegern zu wenig berücksichtigt werden. Insbesondere die Sharpe-Ratio (Sinnvolle Kennzahl, welche die Rendite einer Geldanlage – soweit sie den risikofreien Zinssatz übersteigt – in Relation zum eingegangenen Risiko betrachtet), die Schwankungsbreite (Volatilität) oder auch der maximale Wertverlust (Drawdown) müssen stärker beachtet werden.

Andernfalls „bezahlen“ Kunden bei stärker schwankenden Fondsanlagen mit einem beschleunigten Kapitalverzehr ihres Guthabens gegenüber einem eher stabilen Fondsinvestment. In solchen Fällen kann das ursprünglich eingeplante Zusatzeinkommen nicht mehr erreicht werden.

Auch bei Fonds-Entnahmeplänen zeigt sich, dass eindimensionale Anlage-Entscheidungen aufgrund separater Kriterien schädlich sind.

 

Fazit:

  • Kunden 50/60 plus stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen, wenn sie eine einmalige Zahlung für ihre Ruhestandssicherung investieren möchten.
  • Die Probleme liegen sowohl in der aktuellen Marktsituation wie auch in den veränderten Rahmenbedingungen (insbesondere demografische & biometrische Entwicklungen)  für die private Altersversorgung.
  • Zusätzlich steht die Gestaltung und das Angebot von bedarfsgerechten Vorsorgeprodukten durch Versicherer, Banken und Fondsgesellschaften in der Kritik.
  • Auf der anderen Seite sind das Anlageverhalten und die Investitionsentscheidungen der Kunden selbst durch Mängel und Schwächen geprägt.

 

Einmalzahlung für die Altersvorsorge - Welche Probleme haben Kunden heute?

Ursachen Probleme & Herausforderungen im Einzelnen
1. die veränderten Marktbedingungen- Niedrige Zinsen machen klassische Vorsorge- und Bankprodukte für eine Einmalzahlung zunehmend unattraktiv.
- Schuldenkrise & unkontrollierte Geldvermehrung schüren Ängste. Gefahr einer steigenden Inflation besteht.
- Steigende Unsicherheiten an den Kapitalmärkten. Aktien- und Rentenmärkte unterliegen starken Schwankungen.
- "Neue" Insolvenzrisiken bereiten Sorgen (Staaten, Banken, usw.) Anleger reagieren mit Zurückhaltung bei Einmal-Investitionen.
- Kunden trauern der alten Zinswelt nach & ignorieren biometrische Entwicklungen (Unisex-Tarife, steigende Lebenserwartung)
2. die Produktgestaltung der Anbieter- Bank- und Versicherungsprodukte werden von Anlegern als zu komplex wahrgenommen.
- Hohe Komplexität vieler Einmalanlagen hemmt das Verständnis & stört die Akzeptanz bei Kunden 50/60 plus.
- Mangelnde Transparenz hinsichtlich Kosten und Investment erschwert eine Einmalzahlung für Altersvorsorge.
- Geringe Flexibiltät vieler Produkte wird kritisiert. Kunden 60 plus möchten Handlungsspielräume im Ruhestand nicht verlieren.
- Anbieter stellen nur "technische" Merkmale von Produkten dar. Richtig wäre, Nutzen & indivduellen Wert für Kunden aufzuzeigen.
3. das eigene Anlageverhalten- Mangelnde Kenntnis über grundsätzlich mögliche Lösungen. Selbst bei finanzaffinen Kunden bestehen Wissensdefizite.
- Häufig nur geringes Wissen über die Vorteile, Nachteile & Fallstricke der verschiedenen Arten und Formen von Einmalanlagen.
- Notwendige Anforderungen und Produktkriterien für eine rentable & sichere Altersvorsorge werden zu wenig berücksichtigt.
- Allgemeines Problem: Isolierte Entscheidungen aufgrund der primär sichtbaren Produkteigenschaften. (z.B. aktuelle Gesamtrente)
- Spezielles Problem: Fokus liegt auf Kapitalgarantien statt auf Einkommensgarantien für eine voraussichtliche lange Rentenphase.

 

Was müssen Kunden bei einer Einmalzahlung für die Altersvorsorge beachten?

Allgemein gilt: Die Versorgungsziele von Ruheständlern werden bei einmaligen Investitionsentscheidungen durch den einseitigen und kurzfristigen Blickwinkel gefährdet. Falsche Entscheidungen sind rückwirkend nur schwer zu korrigieren.

Doch zurück zu Einstein: Wie würde der geniale Wissenschaftler bei seiner eigenen Ruhestandsplanung vorgehen?  –> gleich zur Grafik springen?

Auch in dieser Hinsicht kann man von Albert Einstein lernen. Eine der großen Stärken von Einstein war immer die umfassende Betrachtungsweise und der ganzheitliche Blick bei der Lösung von komplexen Problemen.

 

Vor einer Einmalzahlung für die Altersversorgung würde sich Einstein in der heutigen Welt wahrscheinlich diese oder ähnliche Fragen stellen:

  • Was bedeutet Altersvorsorge eigentlich im Kern? Geht es um langfristige Einkommenssicherheit oder um Kapitalgarantien?
  • Gibt es allgemeingültige Eigenschaften und Produkt-Kriterien, welche eine Einmalanlage haben sollte, damit für mich und meine Familie eine gute Altersversorgung gelingt?
  • Welche Einmalanlagen gibt es überhaupt auf dem Anlage- und Vorsorgemarkt? Welche Alternativen habe ich?
  • Wie erfüllen die auf dem Markt vorhandenen Einmalanlage-Lösungen die Kriterien für eine sinnvolle Altersvorsorge?
  • Welche Problembereiche muss ich beachten, wenn es um finanzielle Entscheidungen geht, die langfristige Konsequenzen über mehrere Jahrzehnte nach sich ziehen?
  • Ist es unter den aktuellen Marktbedingungen sinnvoll, der alten Zinswelt nachzutrauern? Oder ist etwas weniger NACHdenken und etwas mehr VORAUSschauen und DENKEN die bessere Alternative?

 

In dem folgenden Schaubild ist beispielhaft aufgeführt, was Kunden vor einer Einmalzahlung für die Altersvorsorge beachten sollten.

Welche Fragen würde sich Einstein stellen und welche Empfehlungen würde er heutigen Ruheständlern geben?

 

Was müssen Ruheständler bei einer Einmalzahlung für die Altersversorgung bedenken?

Was müssen Kunden bei einer Einmalzahlung für die Altersvorsorge beachten?

 

Welche allgemeinen Empfehlungen für eine Einmalzahlung in die Altersvorsorge gibt es?

  • Bewerten Sie eine Einmalanlage ganzheitlich, da die Anforderungen an eine tragfähige Altersversorgung ebenfalls vielfältig sind.
  • Nutzen Sie zur Auswahl und Bewertung von Einmalanlagen sinnvolle Produkt-Kriterien. Vermeiden Sie eindimensionale Entscheidungen.
  • Berücksichtigen Sie bei Ihren Entscheidungen die folgenden Problembereiche: Steigende Langlebigkeit, altersbedingt steigende Kosten, Inflation, Steuern und ggf. gewünschte Vermögensübertragungen (Schenken & Vererben).
  • Bewerten Sie Produkt-Lösungen anhand von (relativen) Rendite-Sicherheits-Profilen. Absolute Rendite- oder Garantiewünsche führen unter den heutigen Marktbedingungen in eine Sackgasse.
  • Bleiben Sie flexibel. Setzen Sie nie alles auf eine Karte. Streuen Sie Ihre Einmalzahlung auf unterschiedliche Anbieter und Konzepte.
  • Nutzen Sie die obigen Empfehlungen als Anregung und Orientierung für die Bewertung ihrer aktuellen Versorgungssituation. Planen Sie realistisch.
  • Vor der Ableitung von konkreten Handlungsempfehlungen ist immer eine Analyse Ihres individuellen Bedarfs und Ihrer konkreten Versorgungsziele notwendig. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch.

 

 

Im Folgenden erfahren Sie, welche wichtigen Eigenschaften eine Einmalanlage für die Altersvorsorge aufweisen sollte.

 

Welche Eigenschaften sollte eine Einmalanlage haben, damit sie für die Altersversorgung geeignet ist?

 

Inhalt:

  1. Liefert die Einmalanlage ein regelmäßiges Einkommen im Ruhestand?
  2. Sind flexible Entnahmen bzw. ein unkomplizierter Kapitalzugriff möglich?
  3. Bietet die Einmalanlage eine lebenslange Rentengarantie für die Altersversorgung?
  4. Hat die Produktlösung ein attraktives Rendite- & Wachstumspotential?
  5. Bleibt die Einmalanlage auch in der Rentenphase durchgehend investiert?
  6. Bietet die Einmalzahlung nutzbare Steuervorteile?
  7. Welche Möglichkeiten hinsichtlich Hinterbliebenenschutz hat die Einmallösung?
  8. Werden das Investment und die Kosten der Einmalanlage transparent dargestellt?

oder:

 

1. Regelmäßiges Einkommen

Eine Einmalzahlung ist nur dann für die private Altersvorsorge geeignet ist, wenn sie dem Kunden ein regelmäßiges Einkommen im Ruhestand liefert. Was sich im ersten Moment recht selbstverständlich anhört, ist bei genauerer Betrachtung grundlegend für ein finanziell unbeschwertes Leben im Alter.

Warum ist ein regelmäßiges Einkommen in der Ruhestandsphase so wichtig?

Weil es das bis zum Rentenbeginn ja ebenfalls regelmäßig fließende Arbeitseinkommen ersetzen muss. In der Rentenphase fallen für Sie regelmäßig  und über viele Jahre Miet- bzw. Wohnkosten an. Sie haben Mobilitätskosten durch Auto, Bahn oder Bus. Sie müssen Telefon und Internet sowie Energie, Strom und Wasser bezahlen. Wichtige Versicherungen wie die Beiträge zur Krankenversicherung müssen von Ihnen weiter bedient werden. Und essen und trinken müssen Sie selbstverständlich auch.

Das Ruhestandseinkommen muss, aus welchen Quellen auch immer, regelmäßig und planbar fließen. Ruhestands- und Renteneinkommen ist der Ersatz für Ihr wegfallendes Erwerbseinkommen.

Bedenken Sie: Immer dann, wenn Ihr regelmäßiges Renteneinkommen nicht aussreicht, um die regelmäßig anfallenden Ausgaben und Lebenshaltungskosten zu decken, müssen Sie Vermögenswerte veräußern. Der Vermögensverzehr ist umso höher, je höher die monatliche Deckungslücke zwischen Einkommen und den monatlichen Ausgaben ist. Je länger dieser Zustand der privaten Unterfinanzierung anhält, desto größere finanzielle Sorgen werden Sie im Alter haben.

Fazit:  Durch den Wegfall des Arbeitseinkommens hat die Einkommenssicherung für den Ruhestand die oberste Priorität. Investieren Sie Ihre Einmalzahlung deshalb in Produktlösungen, welche Ihnen ein regelmäßiges Einkommen liefern.

 

2. Entnahmen und Kapitalverfügbarkeit

Neben der Einkommenssicherheit ist es wichtig, dass Sie Ihren finanziellen Handlungsspielraum in der Rentenphase jederzeit erhalten.

Auch wenn es sich keiner wünscht und jeder Mensch möglichst lange gesund und glücklich leben möchte:

Lebensumstände, Gesundheitszustand und Prioritäten in der eigenen Planung können sich im Ruhestand jederzeit und manchmal dramatisch ändern. Wenn man dann auf die falschen Produktlösungen gesetzt hat, hat das schmerzliche Konsequenzen.

Eine Einmalanlage, welche hohe Hürden hinsichtlich ungeplanter Entnahmen und Kapitalzugriff hat, kann keine sinnvolle Produktlösung für die Sicherung des Ruhestandseinkommens sein.

So unbequem es erst einmal klingt: Wenn Sie möchten, das sich im Rentenalter für Sie möglichst wenig ändert, müssen Sie sich vorausschauend gegen die Unwägbarkeiten des Lebens wappnen.

Fazit:  Leisten Sie eine Einmalzahlung nur in Vorsorgeprodukte, welche Ihnen die monetären Handlungsspielräume nicht beschneiden. Achten Sie bei der Produktauswahl auf unkomplizierte und kostengünstige Entnahmeoptionen. Dadurch bleiben Sie finanziell flexibel und sind liquide, egal was passiert.

 

3. Lebenslange Rentengarantie

Kein Mensch weiß bei seinem Rentenbeginn, wie alt er werden wird. Um so schwieriger gestaltet sich die finanzielle Planung, wenn ein  wichtiger Paramater – die Dauer der Rentenphase – unbekannt ist. Keinesfalls darf es passieren, dass einem im Verlauf des Rentnerlebens das Geld ausgeht, weil man sich zu viel Einkommen bzw. Entnahmen „gegönnt“ hat und die eigene Lebensdauer massiv unterschätzt hat.

Und wie sieht die Realität aus?  Nun, Sie werden wahrscheinlich ca. 10 bis 15 Jahre älter als Ihre Großeltern.

Hätten Sie das gedacht?  Sicher nicht. Die meisten Menschen orientieren sich vor allem an der Lebenserwartung ihrer Eltern oder Großeltern und verdrängen, dass sie voraussichtlich deutlich älter werden.

Im Fachjargon der Versicherer wird das als sogenanntes Langlebigkeitsrisko bezeichnet. Und länger zu leben als das Geld reicht, ist bei angehenden Ruheständlern ein stark unterschätztes Risiko. Deshalb muss richtig geplant werden. Mit dieser Planung sollten Sie rechtzeitig beginnen und sich genau überlegen, wieviel Rentenbedarf Sie haben und wie Sie das vorhandene Geldvermögen ruhestandsgerecht investieren.

Grundsätzlich gilt: Lebenslange Ausgaben müssen mit lebenslangen Einnahmen gedeckt werden. Erst wenn dieses grundlegende Einkommensniveau für die Rentenphase gesichert ist, sollte der weitere Fokus auf Einmalanlagen ohne lebenslange Einkommensgarantien gelegt werden. In diesem Fall kann eine Einmalzahlung z.B. in ein Vermögens-Depot mit attraktiven Wachstum & garantiertem Kapitalerhalt investiert werden.

Fazit:  Für ein sicheres Einkommen im Sinne einer echten Altsversorgung sind lebenslang garantierte Rentenzahlungen unabdingbar. Rechnen Sie mit einem langen Leben. Sofern Sie eine Rentenlücke haben, sollte Ihre Einmalzahlung bevorzugt in Vorsorgelösungen mit einer lebenslangen Rentengarantie fließen.

 

4. Attraktives Renditepotential

Eine private Altersvorsorge kann für Anleger nur dann Nutzen stiften, wenn sie dauerhaft Ertrag und Rendite liefert. Rendite gibt es jedoch nie umsonst. Deshalb müssen Ertrag und Sicherheit immer im Zusammenhang bewertet werden.

Dies gilt besonders für Einmalanlagen mit hohen Beitragszahlungen. Es geht jedoch nicht um absolute Renditeziele im zweistelligen Bereich, welche nur durch Inkaufnahme größerer Risiken zu erreichen sind.

Bei einer einmaligen Zahlung für die Alterversorgung geht es primär um ein attraktives Rendite- und Sicherheitsprofil.

Das Ziel der Einmalzahlung muss sein, eine solide Rendite z.B. von 4% oder 5% mit dem geringstmöglichen Risiko bzw. mit höchstmöglicher Sicherheit zu erzielen.

In Niedrig- bzw. Nullzins-Zeiten ist dies mit konventionellen bzw. klassischen Anlageformen nicht zu erreichen.

Eine private Altersversorgung  muss außerdem über mehrere Jahrzehnte halten, da die Lebenserwartung stetig steigt. Zudem muss die Inflation bei einem langen Leben berücksichtigt werden. Zwar ist die Inflation momentan nicht hoch. Doch das kann sich jederzeit ändern.

Steigt die Inflation nur geringfügig auf z.B. 2% jährlich, verringert sich die Kaufkraft einer heutigen Rente von monatlich 3.000 EUR in nur 20 Jahren auf ca. 2.000 EUR.

Fazit:  Die Anforderung an eine heutige Einmalbeitrags-Altersvorsorge besteht darin – trotz hoher Unsicherheit an den Märkten und historisch niedrigen Zinsen – dem Kunden ein attraktives Wachstumspotential bei lediglich geringen Risiken zu eröffnen.

Das ist nur mit Konzepten zu erreichen, welche ein vernünftiges  Verhältnis von Wachstumchancen und Sicherheit bieten. Nur eine kapitalmarktnah investierende Einmalanlage kann mittel- und langfristig vor der Inflation schützen und die reale Geldentwertung verhindern.

 

In der folgenden Grafik sind die notwendigen Produkteigenschaften zusammengefasst, über die eine Einmalanlage verfügen sollte, damit sie für die Altersvorsorge sinnvoll und geeignet ist.

Bewerten Sie eine geplante Einmalzahlung nach diesen Produkt-Kriterien.

Je umfassender diese Anforderungen durch die Einmal-Investition erfüllt werden, desto größer ist der Nutzen für den Anleger.

 

Wichtige Produkt-Eigeschaften für eine sinnvolle Altersversorgung gegen Einmalbeitrag

Wichtige Produkt-Kriterien für eine sinnvolle Altersvorsorge mit Einmalzahlung

 

 

5. Durchgehendes Investment auch in der Rentenphase

Die private Rentenversicherung  gegen Einmalbeitrag ist (zumindest nominal) eine sehr sichere Anlageform. Diese Sicherheit hat jedoch ihren Preis. Der garantierte Zinssatz liegt für neu abgeschlossene Verträge nur noch bei 1,25%. Der Garantiezins gilt immer für die gesamte Laufzeit des Vertrages, d.h. sowohl für die Aufschubdauer wie auch für Rentenphase.

Da bei den klassischen Versicherungen aufgrund der niedrigen Zinsen auch die Überschüsse seit Jahren fallen, sind konventionelle Rentenversicherungen zunehmend ertragsschwach, was sich in der sinkenden Gesamtverzinsung zeigt.

Sind fondsgebundene Einmalanlagen die Lösung für die Altersvorsorge?

Aufgrund der Wachstumsschwäche der klassischen Versicherungen werden als Alternative vermehrt fondsgebundene Rentenversicherungen als Einmalanlage angeboten.

Je nach Ausgestaltung kann der Kunde z.B. eine Einmalzahlung in einen oder mehrere Investmentfonds investieren, an deren Wertentwicklung er für die Dauer der Aufschubphase beteiligt wird. Daraus entstehen Chancen, aber auch Risiken durch sinkende Kurswerte bzw. Kursverluste.

Abhängig von der Wertentwicklung kann (bzw. muß) der Kunde zum Rentenbeginn mit hohen oder niedrigen Renten rechnen.

Um die Unsicherheit bzw. die Risiken für die geplante Altersvorsorge abzumildern gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten & Mischformen bei fondsgebundenen Rentenlösungen.

Jedoch: mit dem Rentenstart beginnt das Anlageproblem erst!

All diese Rentenkonzepte haben spätestens jetzt ein grundlegendes Problem: Mit Beginn der Rentenauszahlungen müssen für die Kunden berechenbare Rentengarantien mittels Umwandlung über festgelegte Rentenfaktoren sichergestellt werden. Und lebenslang garantierte Rentenzahlungen und ertragsstarkes Investment sind nur schwer unter einen Hut zu bringen. Je höher die Rentengarantien sind, desto sicherer muss ab dem Rentenbeginn investiert werden.

Spätestens mit dem Übergang in die Rentenphase wird das aufgelaufene Fondsguthaben in vorwiegend festverzinsliche Wertpapiere umgeschichtet. Diese sind – wie bei der privaten Rentenversicherung – zwar nominal recht sicher, aber eben auch ertrags- und renditeschwach.

Problem Nr. 1: die „normale“ Inflation:

Durch die zunehmende Lebenserwartung liegt die Rentenbezugsdauer vieler Ruheständler schon heute zwischen 20 und 30 Jahren.

Aufgrund der langen Rentenbezugszeiten müssen Kunden bereits aufgrund der durchschnittlichen Inflation eine stetig fallende Kaufkraft ihre Rente bzw. Ihres Einkommens befürchten.

Problem Nr. 2: die altersspezifische Inflation:

Ruheständler haben zudem einen stark erhöhten Bedarf an personalintensiven Dienstleistungen & altersspezifischen Gütern aus dem Gesundheits- und Pflegebereich.

Da gerade diese Segmente im Preis deutlich stärker steigen als die durchschnittliche Inflationsrate, macht sich der Kaufkraftverlust bei künftigen Rentnern besonders bemerkbar.

Fazit: Viele fondsgebundene Rentenlösungen müssen – aufgrund ihrer Konzeption – spätestens mit dem Rentenbeginn einen Großteil des Fondsguthabens in ertragsarme Geld- und Anleihewerte
umschichten. Dies geschieht, um die langfristigen Rentengarantien absichern zu können.

Die Krux dabei: Gerade in der Ruhestandsphase sind Menschen besonders auf steigende Renten angewiesen. Denn nicht nur die durchschnittliche Inflation nagt an der Kaufkraft ihrer Rente. Vielmehr sind Rentner durch die naturgemäß steigenden Gesundheits- und Pflegekosten zusätzlich und überproportional von Preissteigerungen betroffen.

Eine sinnvolle Einmalanlage für die Altersvorsorge muss dies konzeptionell berücksichtigen. Ein ertragsstarkes Investment auch in der Rentenphase ist dafür unabdingbar. Hierin liegt die Herausforderung für intelligente Einmallösungen: Wachstumschancen auch in der Rentenphase zu wahren und gleichzeitig wichtige Rentengarantien zu bieten.

 

6. Nutzbare Steuervorteile

Grundsätzlich gilt für jede ins Auge gefasste Einmalanlage: Auch ohne steuerliche Vorteile sollte es sich im Kern um eine wirtschaftlich sinnvolle Investition für die Altersversorgung handeln. Bei der Auswahl müssen das magische Dreieck der Geldanlage zwischen Rendite, Sicherheit und Liqudität sowie die individuelle Eignung der jeweiligen Produktvariante beachtet werden.

Bei einer Einmalzahlung für die Altersvorsorge bzw. Rente geht es meist um höhere Investitionen im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Daher dürfen die steuerlichen Konsequenzen nicht vernachlässigt werden.

Unter der Prämisse von gleichen bzw. ähnlichen Anlagebedingungen sind steuereffiziente Vorsorgelösungen zu bevorzugen. Steuereffizienz bedeutet,  dass Kunden unter den verschiedenen Alternativen die Einmalanlagen wählen, welche ihnen substanzielle Steuervorteile bzw. Einsparungen bieten.

Da die steuerlichen Rahmenbedingungen der verschiedenen Produktlösungen komplex sind und sich deutlich unterscheiden, ist eine korrekte Bewertung der steuerlichen Vor- und Nachteile durch den Privatanleger in der Regel nicht möglich.

Der Teufel liegt meist im Detail. Falsche Entscheidungen können – je nach Höhe des Einmalbeitrags – schnell mehrere bzw. viele tausend Euro zuviel gezahlter Steuern nach sich ziehen. Das kann im Vorfeld durch eine professionelle Planung vermieden werden.

Jede Einmalzahlung, welche der Einkommenssicherung im Ruhestand dienen soll, ist auf ihre steuerlichen Rahmenbedingungen und Konsequenzen zu überprüfen. Es müssen alle Aspekte der Besteuerung berücksichtigt werden. Die folgenden Kriterien und Fragestellungen sind nicht abschließend, bieten jedoch eine erste Orientierung.

Wichtige Prüfkriterien & mögliche Steuervorteile von Einmalanlagen im Überblick:

  • Ist mit der Einmalanlage ein steuerfreier Kapitalaufbau möglich?
  • Können Zinseszins- bzw. Ertragseffekte ohne steuerliche Abzüge genutzt werden?
  • Kann ich mit der Einmallösung die Abgeltungssteuer vermeiden?
  • Sind steueroptimierte Kapitalentnahmen möglich?
  • Bietet mir die Einmalinvestition eine geringe Ertragsbesteuerung aufgrund des Steuerprivilegs für wiederkehrende Leistungen bzw. Renten?
  • Kann ich mit meiner Einmalzahlung die Erbschaftssteuer vermeiden bzw. reduzieren?
  • Ist eine vorteilhafte Vermögensübertragung bzw. Schenkung von Rentenansprüchen möglich?
  • Lassen sich mit der Einmalbeitragslösung die Bezugsrechte außerhalb der gesetzlichen Erbfolge individuell gestalten?
  • Mit welcher Einmalanlage kann ich steuerliche Freibeträge nutzen und optimal ausschöpfen?
  • Was passiert im Todesfall mit der Einmalanlage? Ist dann eine einkommenssteuerfreie Auszahlung an Hinterbliebene möglich?

Fazit: Für die richtige Produkt- und Vertragswahl sind eine genaue Kenntnis und das Wissen über die steuerlichen Möglichkeiten der verschiedenen Einmalanlagen unabdingbar. Jede Einmalinvestition ist daraufhin zu bewerten, welche steuerlichen Einsparungen & Gestaltungsmöglichkeiten mittel- und langfristig bestehen. Ziehen Sie vor einer Entscheidung Ihren Finanzplaner bzw. steuerlichen Berater hinzu.

 

7. Todesfallschutz- und Hinterbliebenenvorsorge

Der primäre Zweck einer Einmalanlage für die Altersvorsorge liegt in der Sicherung eines regelmäßigen Einkommens in der Ruhestandsphase. Dabei darf jedoch Eines nicht vergessen werden: Jeder Mensch ist sterblich – früher oder später. Die entscheidende Frage lautet dann immer:

Was passiert im Todesfall mit dem eingezahlten Einmalbeitrag bzw. dem Vertragsguthaben?

Dies sollte bereits bei der Beantragung vorausschauend für jede Einmalzahlung unter Berücksichtigung der familiären Situation vertraglich fixiert werden. Die Konsequenzen können andernfalls
für die hinterbliebenen Personen existenzgefährdend sein. Das ist häufig der Fall, wenn eine private Rentenversicherung mit einer zu geringen Todesfallleistung vereinbart wird und bei der bezugsberechtigten Person, z.B. der Ehefrau,  dadurch eine bedrohliche Versorgungslücke entsteht.

Grundsätzlich sind – je nach nach der Art der Einmalinvestition – drei unterschiedliche Formen einer Todesfall-Leistung denkbar:

  • die Kapitalzahlung bzw. die Beitragsrückzahlung:

Bei dieser Todesfallleistung wird in der Regel der eingezahlte Einmalbetrag als Berechnungsbasis zugrunde gelegt. Davon werden die bereits ausgezahlten Renten bzw. Raten im Todesfall abgezogen. Das nach dem Abzug noch verbleibende Restguthaben wird als einmalige Geldzahlung an den Ehepartner bzw. die bezugsberechtige hinterbliebene Person ausgezahlt.

Die Restkapitalzahlung kommt insbesondere bei Rentenlösungen wie der Sofortrente aber auch beim Bankauszahlplan zur Anwendung. Beim Fondsentnahmeplan wird im Todesfall des Kunden entsprechend das aktuell vorhandene Fondsguthaben ausgezahlt.

Wichtig: Bei dieser Form der Todesfall-Leistung ist das primäre Ziel, dass mittels einer einmaligen Kapitalabfindung das vorhandene Vertragsguthaben an die Familie bzw. den Partner zurückfliesst. Eine echte Rentenversorgung im Sinne eines weiter fließenden Einkommens für die hinterbliebene(n) Person(en) wird dadurch nicht erreicht.

  • die Hinterbliebenenrente sowie die Rentengarantiezeit:

Die Hinterbliebenenrente wird im Fall des Todes der versicherten Person in der vereinbarter Höhe an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt – ein Leben lang. Der Versorgungsgrad kann, je nach Anbieter und Tarif, als definierter Prozentsatz der Rente der verstorbenen Person festgelegt werden.

Demgegegenüber wird bei der Festlegung einer Rentengarantiezeit eine zeitliche Beschränkung für die Weiterzahlung der Rente im Todesfall der versicherten Person definiert. Hierzu ein Beispiel:
Bei einer lebenslangen Sofortrente wurde eine Rentengarantiezeit von 15 Jahren als Todesfallleistung vereinbart. Nach 10 Jahren verstirbt der Kunde. Die Rente wird jetzt noch 5 Jahre, d.h. bis
zum Ende der gewählten Rentengarantiezeit an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt. Nach Ablauf der Rentengarantiezeit endet die Rentenzahlung.

Wichtig: Bei beiden Todesfallrenten steht der Versorgungsaspekt für die hinterbliebene Person im Sinne eines regelmäßigen Renteneinkommens im Vordergrund. Während die Hinterbliebenenente jedoch immer lebenslang gezahlt wird, ist dies bei den Tarifvarianten mit einer vereinbarten Rentengarantiezeit nicht der Fall.

  • Verzicht auf den Todesfallschutz bzw. ohne Todesfall-Leistung

Bei einer privaten Rentenversicherung wird diese Tarifvariante i.d.R. nur gewählt, wenn es keinerlei hinterbliebene Personen zu versorgen gibt. Der Vorteil liegt in einer Maximierung der Rentenhöhe für den Versicherungsnehmer. Verstirbt der Kunde jedoch kurzfristig, vereinnahmt der Versicherer noch einen Großteil des eingezahlten Einmalbeitrags.

Fazit: Bei einer Einmalanlage für die Altersvorsorge kommt dem Bedarf und der genauen Kenntnis über die vereinbarte Todesfall-Leistung eine sehr hohe Bedeutung zu. Hat die hinterbliebene Person eine eigenständige & bedarfsgerechte Alters- und Rentenversorgung wird als Todesfallleistung häufig das (Rest-) Kapital als einmalige Auszahlung vereinbart. Ist dies nicht der Fall, sollte die Versorgung über eine lebenslange Hinterbliebenen- oder Partnerrente bei Vertragsabschluss vereinbart werden.

 

8. Transparenz hinsichtlich Kosten & Investment

 

Fazit:

 

 

 

 

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